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Archive for the ‘Software’ category

Irgendwie muss man die tägliche Informationsflut im Internet organisieren. Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Twitter, Soziale Netzwerke, RSS,…

Ich persönlich habe mich für letzteres entschieden. Besonders geschickt ist dabei eben der Online-Reader von Google. Wenn täglich an 2-3 verschiedenen Rechnern sitzt, macht eine lokale Installation eines RSS-Reader keinen Sinn.

Perfekte Situation für Online-Reader, z.B. Google Reader.  Naja, muss aber nicht unbedingt der Google Reader sein. Es gibt durchaus Alternativen die sich sehen lassen können, eine davon will ich hier vorstellen:

Tiny Tiny RSS

Tiny Tiny RSS ist ein in PHP geschriebener RSS-Reader, den man auf seinen Webspace oder Server installiert und damit seine RSS-Feeds organisiert.

Die Datenübernahme aus dem Google Reader ist möglich. Dazu muss man im Google Reader einfach die Subscriptions als OMPL exportieren und im Tiny Tiny RSS importieren. Ob das so problemlos funktioniert, kann jeder selbst probieren.

Ich persönlich habe die die Gelegenheit genutzt und einige Blogs aussortiert.

Installation

Die Installation erfolgt (noch?) nicht in einer Installationsoberfläche, wie man von anderen großen Projekten vielleicht gewohnt ist. Um Tiny Tiny RSS zu installieren muss zuerst manuell eine Datenbank angelegt und dann das Schema der Datenbank hochgeladen werden. Dazu bietet Tiny Tiny RSS unter schema/ttrss_schema_mysql.sql oder ttrss_schema_pgsql.sql jeweils die fertigen Schemata jeweils für MySQL oder PostgreSQL.

Anschließend müssen die Datenbank-Verbindungsdaten in die config.php eingetragen werden:

define(‘DB_TYPE’, “pgsql”); // or mysql
define(‘DB_HOST’, “localhost”);
define(‘DB_USER’, “fox”);
define(‘DB_NAME’, “fox”);
define(‘DB_PASS’, “XXXXXX”);

Damit ist die Installation erledigt.

Debugging

Wer keine Kategorien im Tiny Tiny RSS nutzen will, oder bei wem das Erstellen von Kategorien schon funktioniert, kann diesen Schritt überspringen. Alle anderen müssen noch eine Zeile im Quellcode von Tiny Tiny RSS verändern.

Da TTRSS anfangs bei mir keine Kategorien erstellen wollte, habe ich mich auf die Suche nach dem Bug gemacht und bin auf folgendes gestossen:

In der Datei “modules/pref-feeds.php” in Zeile 1040 erfolgt eine Überprüfung ob sich die TTRSS-Installation im Demo-Mode befindet. Laut der Config-Datei ist diese Funktion aber schon hinfällig.

define(‘WEB_DEMO_MODE’, false);
// Demo mode with reduced functionality.
// Warning: this option is obsolete. Don’t rely on it being
// checked in all necessary places.

Eigentlich sollte diese Überprüfung keine Probleme verursachen.  Allerdings behebt das entfernen der Zeile (und der entsprechenden schließenden Klammer) den Bug.

Damit lassen sich dann im Administrationsmenü wie gewohnt Kategorien erstellen.

Die Kategorien sind standardmäßig nicht aktiviert und müssen in den Einstellungen unter “Feedkategorien aktivieren” aktiviert werden.

Konfiguration

Der wichtigste Konfigurationspunkt ist die automatische Abholung der Feeds. Dau habe ich einen Cronjob eingerichtet, der alle 10 Minuten läuft und die Feeds abholt.

Dazu einfach den Befehl

/usr/bin/wget –quiet –output-document=/dev/null “http://www.url-zum-reader.de/ttrss/backend.php?op=globalUpdateFeeds&daemon=1″

im Cronjob hinterlegen.

Andere Möglichkeiten die Feeds regelmäßig abzuholen bietet TTRSS unter http://tt-rss.org/redmine/wiki/tt-rss/UpdatingFeeds.

Abschließend noch einige Hinweise zu den Einstellungsmöglichkeiten. TTRSS bietet viele Features, die der Google Reader auch bietet.

1) Als gelesen markieren beim scrollen. Kann unter “Einstellungen = > Artikel automatisch als gelesen markieren” aktiviert werden.

2) Artikel veröffentlichen. TTRSS bietet die Möglichkeit Artikel mit und ohne Notiz für andere Leute zu veröffentlichen. TTRSS bietet dazu pro User  einen eigenen RSS-Feed für “Veröffentlichte Artikel” an. Unter jedem Artikel ist dazu ein RSS-Symbol bzw. ein Notizzettel-Symbol vorhanden.

3) Artikel starren. Wie im Google Reader ist es möglich Artikel vorzumerken um sie später zu lesen oder um sie später wieder leichter finden zu können. Dazu gibt es unter jedem Artikel einen entsprechenden Button. (Stern)

4) Multiusersupport abschalten

define(‘SINGLE_USER_MODE’, true);

fügt man in der config.php obige Zeile ein, schaltet man den Multiusersupport aus. Damit verschwindet auch die Passwortabfrage beim Aufruf des Readers.

(c)-Zeitung-Bild: Pixelio / Jetti Kuhlemann

Dropbox und TrueCrypt

März 4th, 2010

Unbestritten: Dienste wie Dropbox sind wirklich praktisch. Man hat seine Daten auf seinen diversen Rechnen mit evtl. sogar unterschiedlichen Betriebssystemen immer synchronisiert.

Trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack: Man läd immerhin seine Daten, auch wenn sie nicht die Privatsphäre oder gar die Imtimsphäre betreffen, irgendwo in die Wolke und vertraut sie so einem amerikanischen Unternehmen an …

Doch das muss nicht sein.

Erstellt man mit TrueCrypt einen Container in seinem persönlichen Dropbox-Ordner wird dieser Container natürlich synchronisiert.  Anschließend, bevor man nun den Container mountet, sollte man noch kurz in den Einstellungen von TrueCrypt vorbeischauen und überprüfen, ob folgender Haken gesetzt ist:

Ist dieser Haken nämlich gesetzt, synchronisiert Dropbox nicht jedes mal den kompletten Container sondern immer nur die Änderungen. Damit lassen sich auch größere Container einfach mit Dropbox händeln.

Digsby

Februar 20th, 2010

Schon vor längerer Zeit bin ich auf den Multimessenger Digsby gestossen… Die Installationsroutine sah damals noch so aus:



Mal ehrlich. Es ist ein Wunder, dass sich nach diesem Crapware-Installationmarathon auf der großen weiten Welt noch jemand gefunden hat, der das Ding wirklich installiert und genutzt hat.

Da ich in letzter Zeit schon über 2 Blogposts gestolpert bin, die das Ding empfohlen haben habe ich Digsby nochmal eine (kleine) Chance gegeben.

Die erste Neuerung springt direkt ins Auge – der Installer erschlägt nicht mehr mit 6 verschiedenen Adware-Installationsangeboten. Stattdessen soll nur noch eine ASK-Toolbar installiert werden.

Naja, ohne ASK-Toolbar wäre es besser. Dass eine Toolbar-Installation abgehakt werden muss, ist man inzwischen von vielen Programmen leider gewohnt.

Am Ende hat man dann noch die Möglichkeit zwei Optionen abzuwählen… und da wird es interessant.

“Allow Digsby to use idle CPU time for grid computing”.  Wer diesen per default aktivierten Haken nich wegmacht, nimmt automatisch an PluraProzessing teil. Quasi ein Seit@Home oder Folding@Home, allerdings natürlich auf komerzieller Basis. Soll heißen, da werden nicht Moleküle gefalten oder Aliens aufgespürt sondern Aktienkurse analysiert oder das Internet gecrawlt:

  • Oil & gas exploration algorithms
  • Financial modeling
  • Bioinformatics
  • Web crawling and Internet analysis
  • Fluid dynamics
  • And many others

Welche Firmen konkret hier Grind Computing betreiben, also Laufzeit bei Plura Processing einkaufen, ist nirgends zu finden. Möglicherweise berechnet ja grade dein Disby-Client eine neue Modedroge? ;)

Nach einem Protest-Post von Lifehacker (siehe Link unten) wurde die Installationroutine geändert und mehr Informationen zu diesem Grind Computing eingebaut.  Trotzdem werde ich mir Disgby nicht auf meinen Rechnern installieren – dafür hat mich die alte Installationsroutine zu sehr abgeschrekt und die neuen Verdienstmethoden sind mir zu zwielichtig. (Auch wenn man sich austragen kann, indem man den Haken wegmacht).

Übrigens arbeitet Plura Processing auch viel mit Flash- und Javaspiele-Entwickler zusammen. Da werden dann, während man im Browser Spiele spielt, im Hintergrund Daten ausgewertet. Durchaus eine interessante Verdienstmethode die wahrscheinlich für Webseiten wie Youtube, die die Nutzer schonmal einige Minuten binden können, interessant ist.

Möge jeder selbst entscheiden, ich bleibe in diesem Fall bei freier Software.

Digsby hat in der Vergangenheit schon zu große Fehler gemacht, um sich jetzt mit etwas weniger offensichtlich bescheidenen Verdienstmethoden aus der Affäre zu ziehen.

Weiterführende Links

Sudoku-Löser

Januar 26th, 2010

Vielleicht findet es ja jemand interessant oder braucht Denkanstöße beim Programmieren ähnlicher Projekte. Momentan liest das Programm das Sudoku noch nicht aus einer Datei aus, das kommt aber noch.

Programmiert ist der Löser in C und er probiert die Lösung über Backtracking durch.

Ist auf jeden Fall ein interessantes Projekt, falls man mal was zum auffrischen seiner Programmierkenntnisse sucht ;)

Sudoku-Löser


Download:

http://www.it-blogger.net/files/sudoku/sudoku.h

http://www.it-blogger.net/files/sudoku/sudoku.c

30 Seiten Projektarbeit in einen Blogpost zusammenfassen? Geht. Wenn man nur das ganze BWL-Gedöhns, IST- und SOLL-Zustand Zeug mal vergisst.

Ausgangsituation ist eine nackte Debian-netinst-Installation ohne Desktop-System. Darauf soll nun ein Squid, der gegenüber einem Active Directory eine Authentifizierung der Benutzer macht.

Los gehts:

Installation

Im ersten Schritt werden folgende Pakete über “apt-get install Packetname” installiert:

  • gcc
  • g++
  • make
  • ssh
  • tcpdump
  • emacs
  • psutils
  • ldap-utils

Wer ICAP braucht, also beispielsweise um einen Virenscanner zwischen zu schalten, sollte Squid an dieser stelle manuell kompilieren. Um die nötigen Helfermodule hinzuzufügen sind folgende Schalter konfigurieren nötig:

./configure –enable-icap-client –enable-basic-auth-helpers=LDAP –enable-external-acl-helpers=LDAP

Die Helfermodule werden, afaik, bei einem apt-get install squid3 mit installiert. Der ICAP-Support wird in diesem Fall aber nicht installiert. Für dieses Tutorial sollte also ein einfaches apt-get install squid3 reichen.

Squid Konfiguration

Begebt euch nun auf die Suche nach eurer squid.conf. Falls ihr keinen Prefix beim ./configure angegeben habt, lautet der Standardpfad /usr/local/squid/etc/squid.conf. Falls ihr über apt-get installiert habt, findet ihr die squid.conf unter /etc/squid/squid.conf.

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Momentan nutze ich, soweit möglich, OpenVPN um von fremden Rechnern zu surfen.

Das läuft dann so ab, dass man mit OpenVPN eine Verbindung zu meinem Linux-Router nach Hause aufbaue und dann von dem fremden Rechner mit meiner IP zu Hause surfen kann. Die Verbindung ist über SSL verschlüsselt. Insgesamt läuft das ganz gut. Allerdings braucht man einmalig Administratorrenrechte (für die Installation) und dauerhaft Netzwerkkonfigurations-Operatoren Rechte für den Betrieb des OpenVPN-Clients.

Für fremde Rechner an denen man nicht ausreichende Rechte hat (Internetcafe, Arbeitsplatz, Schule,…) ist das leider keine optimale Lösung. Aber zum Glück gibt es da SSH:

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Da momentan viele über Google “Vorgeschlagene Sites deaktivieren” hier reinkommen, hier kurz die Anleitung zum deaktivieren:

http://news.magnus.de/software/QQartikelZ92719/bild/43/internet-explorer-8.html

Der ursprüngliche Artikel:

Der IE8 bringt ein neues Feature mit: Vorgeschlagene Sites. Da werden die besuchten Seiten (vollständige URL mit Parametern), IP-Adresse, dem Browsertyp sowie den Gebietsschema- und Spracheinstellungen an Microsoft übertragen. Dort werden die Informationen gespeichert und ausgewertet und man bekommt dann Vorschläge für Seiten, die den besuchten ähneln.

Ansich eigentlich nett…wäre da nicht…

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