Mit Google Powermeter hält Google Einzug in den nicht-digitalen Alltag. Mit dem ersten europäischen Partner Yellow Strom rüstet Google Haushalte mit einem schlauen, digitalen Strommesser aus. Über seine ganz persönliche iGoogle-Seite lässt sich dann der aktuelle Stromverbrauch anzeigen.
Das Google Powermeter ist ein Projekt des phantropischen Teils von Google: Google.org. Mit Google.org sollen die dringendsten Probleme der Welt angepackt werden.
Ein nettes Beispiel, das ich selbst bestätigen kann, liefert der Google Produktkompass-Blog: Wer sich die Zahlen und Kosten vor Augen führt, will danach sparen… und damit ist das Ziel von Google Powermeter erreicht:
Mit einem Stromzähler bewaffnet bin ich meine Geräte einzeln durchgegangen um die Standby-Schmarotzer und Energiefresser zu enttarnen. Eher selten genutzte Geräte (Drucker, Scanner) sind jetzt an einer Steckdosenleiste mit rotem Knopf angebracht, damit wird denen bei nicht-Nutzung äußerst effektiv der Saft abgedreht.
Ein weiterer Stromfresser war mein Homeserver-Router-Firewall-Proxy-Dings. Bei c.a. 75 Watt Stromverbraucht hat das Ding Tag und Nacht vor sich hin gebrummt gerattert. Zuviel. Bei 24h, 365 Tagen und bei 20 Cent pro kwh wären das c.a. 122 Euro.
Nach einigen Tests mit Stromzähler und diversen Konfigurationen hab ich eine, wie ich finde, ziemlich optimale Homeserver-Konfiguration gefunden: 27 Watt! Damit habe ich ganze 48 Watt pro Stunde gespart. Pro Jahr macht das:
- c.a. 84 Euro
- 420 kg CO2 (wenn mein Strom aus Braunkohle gewonnen werden würde)
- irgendein Baum kann 70 Tage früher in Rente gehen, weil er nun 420 kg weniger CO2 umwandeln muss. (bei 6 kg pro Baum und Tag)
lohnt sich also. In einem nächsten Schritt will ich meinen Homeserver über Nacht ausmachen und dann über Wake-on-Lan aufwecken. Das spart auch auch nochmal einige Wättchen …
Zusätzlich werden auch noch Rechner und TFT an einen Panic-Button gekoppelt.
Der größte Stromfresser in einem alten Homeserver war übrigens die Grafikkarte (waren bei mir c.a. 25 Watt). Wer die nicht unbedingt braucht: Raus damit!
Den Drucker an eine Steckdosenleiste zu befästigen ist keine gute Idee, bei jedem einschalten reinigt er dann nämlich die Druckerpatronen, heißt eine große Verschwendung an der wertvollen Tinte. Daher diesen lieber ohne Steckerleiste, nur im Standby.