Definition Clickjacking:
Clickjacking ist eine Technik, bei der ein Computerhacker den Nutzer einer Internetseite dazu veranlasst scheinbar harmlose Mausklicks und/oder Tastatureingaben durchzuführen. Die entsprechende Internetseite wurde dabei allerdings vorher so manipuliert, dass ein unsichtbares oder nur sehr kurz sichtbares Fenster über der Stelle liegt, an der der Nutzer seine Eingaben tätigt.
wikipedia.de
Und nun ein berühmtes Video zum Thema Clickjacking (funktioniert inzwischen nicht mehr – Adobe hat reagiert):
Es gibt wahrscheinlich hunderte Arten von Clickjacking. Bei dem Video oben wird einem User ein Spiel vorgegaukelt. In Wahrheit schaltet er den Zugriff auf seine Webcam über Flash frei.
Eine andere Art hat ein User namens “MrDoug” demletzt veröffentlicht. Diese funktioniert nur im Firefox (und Chrome) und ist einfach und doch genial. Ich habe euch eine kleine Vorführung programmiert, basierend auf der Veröffentlichung von “MrDoug”:
http://it-blogger.net/files/clickjacking.htm
Man beachte dabei, dass Firefox hier einen echten Link erkennt und auch als Ziel “www.google.de” anzeigt. (links unten im Bild). Eigentlich ist der Link auch ein “echter” Link mit Ziel www.google.de. Allerdings weiß der Browser nicht, was nach dem Klick auf den Link passiert:
- Über Javascript wird, nach dem Klick auf den Link, die Position des Mauszeigers ermittelt. Genauer: Die Abstände des Mauszeigers nach oben und nach links.
- Nachach wird, auch über Javascript, ein div-Container genau an die vorher ermittelte Stelle des Mauszeigers plaziert. D.h. unter dem Mauszeiger liegt nun eine kleine Fläche (2 x 2 Pixel). Für diese kleine Fläche wurde vorher über Javascript definiert, dass sobald der Mauszeiger diese Fläche berührt, eine andere Webseite geladen wird. (Im Beispiel www.it-blogger.net). (Ich habe die Fläche schwarz eingefärbt – d.h. sie ist am Anfang links oben sichtbar und nach den Klick, findet Ihr sie direkt unter eurem Mauszeiger. Ihr müsst genau hinschauen
) - Da sich ja nun die kleine Fläche direkt unter unserem Mauszeiger befindet, bedeutet das für den Browser, dass www.it-blogger.net geladen werden soll. Genau das macht der Browser dann auch. Er läd www.it-blogger.net statt www.google.de – obwohl www.google.de als Linkziel angezeigt war.
Statt www.it-blogger.net könnte man natürlich auch jede Seite mit Ref-Links oder sonst irgendwas laden – die User würden das erst nach dem Klick merken.
Das Ganze funktioniert momentan im Firefox und Chrome. Opera und der IE laden brav die richtige Seite…

Hmm, also Safara “fällt” aauch drauf rein.
Hi,
jetzt war diese Technik ja wieder in aller Munde, z. B. hier: http://www.heise.de/security/artikel/Anti-Clickjacking-in-der-Praxis-1054003.html
Und wie sie arbeitet, kann ich ja noch nachvollziehen.
Aber will ein Fremder z. B. bei Faceook seinen Code dort unterschieben, das verstehe ich nicht.
Ich meine, der Code muss ja irgendwo installiert sein und eingelesen werden, bevor er dann ausgeführt werden kann.
Weißt du es? Dann lass mich bitte nicht dumm sterben!
Grüße
Müller, VON Müller